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Das Auto macht die Stadt kaputt?

In an interview with Spiegel Online, Konrad Rothfuchs, a transport planner in Hamburg, argues that electric cars are not the solution to a sustainable future. Rothfuchs states that cars have taken control of our cities and innovative urban planning is required to redress the problem. From car sharing to the developments in public transport and parking, what will the future of transport in cities look like?

An extract of the interview is available below, the full article is available via this link: Mobilität der Zukunft: "Das Auto macht die Stadt kaputt", 05 November 2013, Spiegel 

Das perfekte Auto für die Stadt gibt es nicht. Das sagt der Hamburger Verkehrsplaner Konrad Rothfuchs - und widerspricht damit dem Hersteller BMW, der sein Elektroauto i3 als urbane Revolution preist. Wie sieht dann Mobilität von morgen aus?

SPIEGEL ONLINE: Leichtes Carbon statt Blech, Elektromotor statt ratterndem Diesel, Eukalyptus statt Tropenholz als Interieur - BMW gibt sich mit dem i3 alle Mühe, unsere Umwelt zu entlasten. Kann die Stadt nun aufatmen?

Rothfuchs: Tatsächlich können wir mit diesem Fahrzeug einige Probleme in der Stadt in den Griff bekommen. Dazu zählt beispielsweise Lärm - von den Rollgeräuschen der Reifen abgesehen. Diese übertönen mittlerweile oftmals den Motor, beim Elektroauto ohnehin. Wenn alle mit Strom fahren, wird es an Ampeln eine Entspannung geben. Damit mildert ein Auto wie der i3 die Emissionen und Immissionen - also alles, was lärmt und stinkt. Aber der Schlüssel zu einer besseren Stadt liegt woanders.

SPIEGEL ONLINE: Was stört Sie denn genau am Auto? Mittlerweile sind die Abgase neuer Fahrzeuge sauberer als Landluft. Beim E-Auto ist die Schadstoffproblematik ganz vom Tisch.

Rothfuchs: Es gibt zwei Probleme. Zum einen den fließenden Verkehr auf den Hauptverkehrsadern, der immer dichter wird. Aber viel schlimmer ist die Situation in den Wohnquartieren, da stehen viele Autos manchmal 23 Stunden am Tag herum. Ich fände es gut, wenn man in dichtbesiedelten Stadtteilen wie Eimsbüttel in Hamburg, dem Westend in Frankfurt oder Schwabing in München alle 100 Meter mindestens 30 Meter freiräumt. Platz, den wir den Menschen zurückgeben. Bewohner und Besucher des Stadtteils müssen spüren, welche Chancen wir uns mit dem Zugeparke verspielen.

Klicken Sie hier, um zur Interview zu gelangen: Mobilität der Zukunft: "Das Auto macht die Stadt kaputt", 05 November 2013, Spiegel